Wer ist Mats?
Mats geht oft zuerst. Die Knie zittern manchmal trotzdem.
Mats ist der Mut. Aber nicht der große, laute Held*innen-Mut. Eher der kleine Moment, in dem jemand trotzdem losgeht.
Mats trägt eine grobe Wolljacke, die schon viele Wetter gesehen hat. In seinen Taschen liegen Kreide, Schnur und kleine Dinge, die vielleicht später wichtig werden könnten.
Seine Haare sehen oft aus, als hätte der Wind selbst darin gewühlt. Er streicht sie selten ordentlich zurück – er schüttelt nur kurz den Kopf und geht weiter.
Manchmal springt Mats los, bevor er ganz bereit ist. Der Rest kommt unterwegs.
Mats hat nicht keine Angst
Manche halten Mats für mutiger, als er sich selbst. Er ist auch schon umgedreht. Manchmal steht Mats schon auf dem Steg, während andere noch die Schuhe ausziehen. Und manchmal lacht er, obwohl sein eigener Bauch längst nervös geworden ist.
Das Flusshaus
Dort, wo das Wasser glitzert und der Steg bei jedem Schritt knarrt.
Mats’ Haus steht direkt am Fluss. Es riecht nach Holz, Wasser und kleinen Abenteuern, die gerade erst beginnen.
Über dem Geländer hängen Seile zum Trocknen. Neben der Tür lehnt eine lange Stange für Treibholz aus dem Wasser. Auf der Fensterbank sammelt Mats Steine, die er „für später“ eingesteckt hat.
Oft hört man zuerst das Wasser, dann Tuffes Platschen und kurz danach Mats’ Lachen vom Steg.
Das Flusshaus steht einfach da. Der Steg knarrt auch.
Vielleicht möchtest du kurz mitkommen
Für wackelige erste Schritte, kalte Füße und das Gefühl, trotzdem weiterzugehen.
Mats steht barfuß auf dem Steg.
Das Wasser ist kälter, als er vorher behauptet hat.
Tuffe platscht längst unten im Fluss. Mats atmet einmal tief ein, lacht nervös und springt trotzdem.
Otter Tuffe
Tuffe wartet selten lange, bevor er ins Wasser springt.
Er platscht los, taucht unter und kommt mit tropfenden Schnurrhaaren wieder zurück.
Wenn Mats zögert, schwimmt Tuffe einfach ein kleines Stück voraus und wartet dort.
Fast so, als wollte er sagen: „Ich bleib hier. Spring.“
Frau Elli: Du musst nicht gleich springen.