Pør sitzt auf der Bank vor ihrem Haus, am Rand des Dorfes. Die Balken sind ein wenig windschief. Sie stehen trotzdem noch. Über der Tür hängt eine Laterne. Sie brennt immer. Auch jetzt.
Von hier aus sieht Pør den Weg, den Fluss und und die Stelle, an der der Weg kurz verschwindet. Im Garten liegt der Duft von Lavendel und Kamille. Taggsi liegt zusammengerollt im Lavendel, die Stacheln halb draußen, halb eingezogen. Drinnen ist es still. Nicht leer. Still. Pør hält die Hände um eine Tasse gelegt. Der Dampf steigt langsam auf. Sie zittert ein wenig.
Elli kommt nicht plötzlich. Man hört zuerst ihre Schritte im Kies. Dann setzt sie sich neben Pør, als sei dort schon immer Platz für sie gewesen. Sie spürt den Boden unter den Füßen und atmet aus. Irgendwo im Dorf riecht es nach Gebackenem. Ein paar Schritte entfernt bleibt der Professor stehen. Das Klemmbrett hält er fest unter dem Arm. Er räuspert sich einmal. Dann lässt er es. Und es bleibt still.
Elli legt eine Hand auf ihre eigene Brust. Dann – nach einem Moment – auch auf Pørs Schulter. „Ich bin hier“, sagt sie. Pørs Atem geht erst flacher. Dann langsamer. Taggsi rollt sich ein kleines Stück weiter aus. Draußen macht der Fluss leise Geräusche hinter den Häusern. Eine Weile sagt niemand etwas. Nach einer Zeit lehnt sich Pør ein wenig an Elli. Nicht viel. Gerade genug.
Im Dorf brennt noch Licht.